Glühwürmchen  -  Tierschutzverein Kreuzlingen

 

Archiv 2002

Ein Floh kann mehrere Monate ohne Nahrung in seinem Kokon ausharren bis ein Wirt (Hund, Katze u.s.w.) vorbeikommt. Er ist in Teppichen, Ritzen oder Polstermöbeln in Wartestellung jedoch immer Sprungbereit. Hat er dann zugebissen bleibt er seinem Wirt treu und kann sich schon nach 8 Stunden vermehren.

Die Zwergfledermaus ist so klein dass sie spielend in einer Streichholzschachtel Platz findet. Ihr Körper misst gerade mal 45 mm, sie hat eine Flügelspannweite von 20 cm und wiegt ausgewachsen 3.5-7 Gramm (dies entspricht ungefähr einem Stück Würfelzucker). Sie fliegt pro Nacht über 5 km auf der Nahrungssuche und vertilgt dabei mehrere hundert Mücken.

Ein Regenwurm kann das 60-fache seines eigenen Körpergewichts stemmen. Er hat weder Augen noch Ohren, kann aber hell und dunkel unterscheiden mittels Lichtzellen, mit Tastzellen umgeht er Hindernisse, auch chemische Reize und Erschütterungen nimmt er wahr.
In einem Kubikmeter Boden können bis 900m Wurmgänge vorkommen. Würmer lockern den Boden und produzieren kostbaren Humus. Auf 1 Hektare Land können Würmer in einem Winter bis zu 60 Tonnen Stroh in den Boden einarbeiten.

Dinos bekamen ihren Namen erst 1842, 65 Millionen Jahre nachdem sie ausgestorben waren. Vor 230 Millionen Jahren entwickelten sie sich aus krokodilähnlichen Vorfahren. Aus den griechischen „deinos“=furchtbar „sauros“=Eidechsen „schreckliche Echse“ wurden die Dinosaurier. Vor 150 Millionen Jahren lebten 6 von 600 Arten in der damals tropischen „Schweiz“

Die Angst vor dem Hai benutzen viele als Rechtfertigung für die tierquälerische, brutale Gewinnung von Haifischflossen. Diese werden den Tieren meist bei lebendigem Leib weggeschnitten, der noch lebende Körper wird ins Meer zurückgeworfen. Schätzungsweise 100 Millionen Haie werden jährlich gefangen und verarbeitet. Den Geschmack der Haisuppe macht jedoch nicht das Fleisch aus sondern die Gewürze! 80 Haiarten sind in ihrem Bestand bedroht – Schadenfreude über die Ausrottung einer Bestie ist aber fehl am Platze. Baden im Meer ist weit weniger gefährlich als ein Strandspaziergang unter Palmen. 70-100 Hainangriffe, davon 5-15 mit Todesfolge pro Jahr stehen gegen 150 Menschen die von herunterfallenden Kokosnüssen erschlagen werden.

Ein ausgewachsener Igel hat 3000-4000 Stacheln nur Gesicht und Bauch sind behaart. Ein Igelbaby hat 50-100 Stacheln die anfangs weich und biegsam sind. Auch Igel haben einen Schwanz.

Eine Katze kann 1-2mal pro Jahr 3-6 Junge bekommen. Angenommen es sind jedesmal 4, die Hälfte davon sind wiederum Weibchen die ebenfalls Nachwuchs haben. Schon nach 2 Jahren hat diese eine Katze 88 Nachkommen.

Hunde können nicht über die Haut schwitzen wie wir Menschen. Um ihren Körper von innen zu kühlen müssen sie hecheln. Dabei verlieren sie sehr viel Flüssigkeit und können einen Hitzschlag erleiden wenn sie zu grosser Hitze ausgesetzt sind.

Der Schwanz eines Eichhhörnchens ist ebenso lang wie sein Körper, ca. 20-25 cm. Er dient als „Steuerruder“ bei den sehr weiten Sprüngen von Baum zu Baum oder im Wasser. Das Eichhörnchen ist nämlich ein ausgezeichneter Schwimmer. Es ernährt sich hauptsächlich von Knospen, Samen, Blüten, Beeren, Nüssen, Obst und Baumrinde. Es verzehrt Schädlinge (Insekten), vergreift sich aber auch an Jungvögeln und plündert Eier aus Vogelnestern.

Blindschleichen werden häufig den Schlangen zugeordnet. Tatsache ist – Blindschleichen sind die einzigen in Mitteleuropa lebenden beinlosen Echsen. Sie sind völlig harmlos, ernähren sich hauptsächlich von Schnecken und Regenwürmern. Sie können bis zu 54 cm lang und über 50 Jahre alt werden.

Weltweit gibt es 4000 Froscharten. Der grösste ihrer Art lebt im Regenwald Kameruns. Er ist so gross wie ein ausgewachsenes Kaninchen (ausgestreckt bis 82 cm), wiegt über 3 kg und kann 5 m weit springen. Der Goliathfrosch ist vom Aussterben bedroht, sein Fleisch ist begehrt für den Kochtopf. Jäger verdienen an einem Frosch gleich viel wie ein Feldarbeiter für 1 Woche harte Arbeit.

Fische im Aquarium hören auf zu wachsen wenn der Platz knapp wird. Reduziert sich der Fischbestand oder kommen sie in ein grösseres Aquarium wachsen sie weiter. – Umgekehrt geht’s allerdings nicht.


Der Schwan gehört zur Gattung der Gänse. Der bei uns bekannte Höckerschwan ist mit über 13 kg und bis 1.6 m Länge der grösste seiner Art. Schwanenpaare bleiben meist ein Leben lang zusammen. Das Schwanennest hat einen Durchmesser von 2 m worin 4-9 Eier von je 266-374g ausgebrütet werden. Höckerschwäne können 19 Jahre alt werden, allerdings sterben bis 50% bereits im ersten Lebensjahr.

Ein einziges Volk roter Waldameisen vermag an einem Tag 100'000 Schadinsekten zu erbeuten. Das sammeln von Ameiseneiern (eigentlich sind es Larven) als Fischköder ist verboten, die Waldameise ist geschützt!

Marder sind nicht nur hartnäckige Plagegeister. Zerbissene Autokabel und zerstörte Blumenbeete sind unerfreuliche Nebenerscheinungen, auch kleine Haustiere und Geflügel fallen ihm zum Opfer wenn sie nicht rechtzeitig abends eingesperrt werden. Trotzdem hat der Marder auch einen Nutzen, seine Lieblingsmahlzeiten bestehen aus Ratten und Mäusen.

Wie kommt der Wurm in den Apfel? - Berüchtigte Schädlinge wie der Apfelwickler, Pflaumen- und Traubenwickler, Falter mit einer Spannweite von nur 15-16 mm, legen ihre Eier in Blüten von Obstkulturen ab. Die Raupe, als Obstmade bekannt, entwickelt sich während des Wachstums im innern der Frucht. Somit erklärt es sich dass eine völlig unbeschadete Frucht bewohnt sein kann.

Insektenaugen
bestehen aus vielen Einzelaugen (Ommatidien). Wie ein Puzzle bündeln sich tausende Lichtteilchen zu einem Gesamtbild. Eine Stubenfliege hat 3000 solcher Ommatidien, eine Honigbiene 7500 eine grosse Libelle sogar 20'000.

Eine Honigbiene sieht im Kurzwellenbereich weit mehr als der Mensch. Zum Beispiel das leuchtende Rot des Klatschmohns am Feldrand erscheint für die Biene in wenig reizvollem Schwarz. Was das Menschenauge jedoch nicht sehen kann ist das ultraviolette Licht das von den Mohnblüten reflektiert wird. Ultraviolett ist für die Biene besonders attraktiv und veranlasst sie zu ihrem emsigen summen von Blüte zu Blüte.

Haselmäuse sind keine Mäuse sondern Bilche (ein altes Nagetiergeschlecht zu dem auch Siebenschläfer, Baumschläfer und Gartenschläfer zählen). Typisch für Bilche sind die mausuntypischen behaarten oft buschigen Schwänze, dichtes seidigweiches Fell und grosse Augen. Als Hamster und Meerschweinchen noch nicht so bekannt waren wurden die possierlichen Tiere oft als Haustiere in Käfigen gehalten. - Haselmäuse sind geschützt!

Das Hörvermögen eines Hundes ist doppelt so gross wie das des Menschen.
Bei einer Katze ist es sogar fünfmal höher. – Denk daran wenn Du laute Musik hörst, oder Feuerwerk und Knaller ablässt.

Maultier – oder Maulesel? Beide sind eine Kreuzung zwischen Pferd und Esel. Ist der Hengst ein Esel und die Stute ein Pferd wird das Fohlen ein Maultier. Bei umgekehrtem Elternverhältnis wird das Fohlen ein Maulesel. Während Maulesel kaum begehrt sind werden Maultiere gerne gezüchtet wegen ihrer Genügsamkeit und Ausdauer. Bis ins hohe Alter von mehr als 30 Jahren vermögen die gebirgstüchtigen und gegen Krankheiten wenig anfälligen Tiere die Last eines Pferdes tragen und dies bei bescheidenen Futteransprüchen.

Ein
Huhn legt ca. 200 Eier pro Jahr. Legehennen, die speziell zur Eierproduktion gezüchtet werden können sogar bis 300 Eier in einem Jahr legen.