Archiv 2005
Ein Vogelfuss ist so
aufgebaut, dass die
Muskulatur bei aktiviertem
Greifreflex entspannt ist.
Erst wenn der Vogel den
Griff lockert, also die
Zehen anhebt, spannt er
seine Muskulatur an. Das
nächtliche Umgreifen eines
Astes oder einer Stange
bedeutet für einen Vogel
demnach keinerlei
körperliche Anstrengung.
Ganz grob vereinfacht
formuliert, kann man sich
dieses Phänomen so
vorstellen: Die Füße der
Vögel sind mit Zangen
vergleichbar. Das eigene
Körpergewicht der Tiere
sorgt dafür, dass die Füße
der Vögel ähnlich wie der
Greifer eines Werkzeugs
zusammengedrückt werden.
Dank des ausgeklügelten
Zusammenspiels des
Greifreflexes, der
Muskulatur und der beiden
Gleichgewichtsorgane können
die meisten Vögel selbst auf
im Wind schwankenden Ästen
bequem schlafen.
Das Schmetterlingsei
eines Schwalbenschwanzes hat
weniger als 1 mm Durchmesser
und enthält den Dottervorrat
für die gesamte Entwicklung
der Jungraupe. Nach 8-10
Tagen durchnagt die kleine
Raupe die Eihülle und
befreit sich. Schon bald
beginnt sie von ihrer
Wirtspflanze (Dill und
Rüeblikraut mag sie
besonders) zu fressen.
Innerhalb von zwei Wochen
vertausendfacht sie ihr
Geburtsgewicht. Ihr
Lebensinhalt besteht aus
Fressen und – aufpassen –
nicht gefressen zu werden.
Bis zu viermal muss sie die
zu enge Haut abstreifen und
nach ca. 4 Wochen wenn sie
4-5 cm gross ist kommt die
Zeit der Verpuppung.
Ein ausgewachsener
Elefant frißt am Tag
etwa 200 kg Pflanzenkost,
wie Blätter, Zweige, Wurzeln
und Früchte
Unsere europäischen Wölfe
sind einheitlich graubraun,
während nordamerikanische
Wölfe bis zur Hälfte schwarz
sein können und im hohen
Norden Kanadas sind sie
völlig weiß. Das
Durchschnittsgewicht der
Wölfe schwankt zwischen 20
Kilogramm (Arabien) und 45
Kilogramm (Alaska). In
Extremfällen kann ein Wolf
auch bis zu 70 Kilogramm
wiegen, das entspricht
ungefähr dem Gewicht eines
Bernhardiners.
Specht mit
Hirnerschütterung?
Spechtschädel verfügen über
ein komplexes
Stoßdämpfersystem. Innerhalb
des Schädels liegen Muskeln,
die sich entgegen der
Schlagrichtung des Schnabels
vorspannen lassen. Dadurch
fangen sie die Stoßwellen
ideal ab und dienen somit
als natürlich Federung.
Die Vorfahren von Hasen
und Kaninchen vor 55 Mio.
Jahren hatten keine Löffel.
Mit kurzen, runden Ohren
ähnelte ihre Kopffurm der
unserer Meerschweinchen, sie
hatten einen längeren,
kurzbehaarten Schwanz und
ein Gebiss ähnlich dem
unserer heutigen
Eichhörnchen.
Ein Sandhaiweibchen
verfügt über zwei
Gebärmütter und kann daher
zwei Junge gleichzeitig
austragen, die bei der
Geburt schon 1 m lang sind.
Die Mutter selbst hat nur
eine Länge von 3 m.
Der Mauersegler ist
ein ca. 16 Zentimeter langen
Vogel mit einer Spannweite
von rund 45 Zentimeter.
Ausser der Brut erledigt er
alles Lebensnotwendige im
Flug. Er jagt in luftigen
Höhen von 3000 Meter bis
knapp über der
Erdoberfläche, er trinkt im
Gleitflug aus Seen, Flüssen
und Tümpeln und er paart
sich fliegend. Besonders
bemerkenswert ist seine
Fähigkeit, mit
ausgebreiteten Schwingen zu
schlafen – und das, ohne
durch den Winde aus seinem
Revier verweht zu werden.
Was fressbar ist und was
nicht, ist den
Froschlurchen nicht
angeboren, auch lernen sie
es nicht von erwachsenen
Tieren. Vielmehr beruht die
Strategie auf Versuch und
Irrtum. Alles was sich
bewegt und geeigneter Grösse
ist, wird angesprungen. Was
sticht oder schlecht
schmeckt, wird wieder
ausgewürgt und der
Froschlurch ist um eine
Erfahrung reicher und wird
das nächste Mal davon
ablassen. – Erstaunlich,
wenn man bedenkt wie Frösche
und Kröten über Generationen
instinktiv ihren Geburtsort
und ihr Winterquartier
aufsuchen, egal welche
Hindernisse dazwischen
liegen.
Als einziger Hai hat der
Sandhai keine
Schwimmblase und muss
deshalb an die
Wasseroberfläche um Luft zu
schnappen. Diese speichert
er mehrere Stunden im Magen.
Das hat den Vorteil, dass er
sich ruhig treiben lassen
kann; und will er Abtauchen,
lässt er Luft ab und sinkt.
Warum Moloche molochen
Der Moloch ist eine exotisch
aussehende Echse. Er frisst
2000 Ameisen pro Tag. Um
dieses Pensum zu schaffen,
muss er, im Gegensatz zu
seinen eher gemächlichen
Verwandten, sein Futter
verschlingen, zumal er unter
schwersten Bedingungen in
der australischen Wüste
lebt.
Tölpel
mit warmen Füssen?
Der Tölpel umschliesst das
zu bebrütende Ei mit den
Füssen. Während der Brut
wachsen zusätzliche Adern in
den Schwimmhäuten und der
Vogel produziert damit
zeitweise Temperaturen bis
40°C.
Kamele können mit ihren
Höckern lange Zeit ohne
Futter überleben und sogar
25 Tage ohne zu trinken.
Eine bemerkenswert
Anpassungsfähigkeit beweist
eine Zierschildkröte. Spät
im Jahr aus dem Ei
gekrochene Schlüpflinge
verbleiben während des
kalten nordamerikanischen
Winters in der Nistgrube und
frieren dort förmlich ein,
bevor sie im kommenden
Frühjahr den Weg ans
Tageslicht finden.
Männliche Pinguine können
ihre Nahrung bis zu drei
Wochen im Magen haltbar
machen. Wenn die Mutter
nicht rechtzeitig mit
Nachschub kommt ist so für
die Aufzucht der Jungen
gesorgt. Damit die Nahrung
nicht verdirbt, muss der
Pinguinmann wählen können ob
er das Futter für sich
selbst braucht, oder ob er
dieses als Vorrat anlegen
will. Er kann die Bakterien,
die bei der normalen
Verdauung die Nahrung
zersetzen, abtöten und sein
Magen funktioniert dann als
Frischhaltebox für die
Jungpinguine.
4 Meter Scherenspannweite
kann die japanische
Riesenkrabbe aufweisen.
Sie lebt in 50 bis 400 m
Tiefe.
350 Millionen Jahre alt ist
der Axolotl. Ein
unfertiges, dennoch
perfektes Wesen das bis
zu 25 Jahre alt werden kann
und nie aus dem
Molchlarvenstadium heraus
kommt. Er hat die
unglaubliche Fähigkeit
abgerissene Körperteile
perfekt nachwachsen zu
lassen, und zwar inklusiv
Knochen, Nervenzellen,
Muskeln und Blutgefässen.

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